MDT Produkt für die Schönheit des Körpers: Ambrotía


 

Unter der Produkt-Bezeichnung “Ambrotia” bietet MDT ein naturkosmetisches Produkt der Extraklasse an, dessen Inhaltsstoffe nicht nur die körperliche Schönheit erhöhen, sondern die gesamte Lebensenergie steigern. Es handelt sich um gelöste Flavonoide in einer Dichte, wie sie vor allem auch für den Erhalt des hormonellen Gleichgewichts erforderlich ist. Diese “Medizin” ist exklusiv im Pflanzenreich beheimatet und hier in mannigfacher Abwandlung funktionalisiert. In konzentrierter Form wird sie auf dem Wege eines sorgfältigen Selektionsprozesses aus Bienenstöcken gewonnen, wo sie sich als Stoffgemenge findet, das dem Schutz des Bienenhauses vor bakterieller Fäulnis und viraler Vergiftung dient. Die Bienen scheiden es aus und verwenden es in diesem Sinne. Aufgrund der Blumentreue der Bienen kommt so ein hochpotentes Gemenge von mannigfaltigen Flavonoiden zustande. Bekannt wurde dieser buchstäblich mit Bienenfleiß konzentrierte antibakterielle und antivirale Naturstoff im Anschluss an die Entdeckung der Flavonoide in den 30er Jahren unter dem Namen “Propolis” (aus dem Altgriechischen übersetzt: “Zugunsten der Wohnstätte des Volkes”).

 

Wirkstoff für die Erhöhung der körperlichen Schönheit

Energiereiches Propolis

 

Ambrotía – Gesund, schön und jung mit den Wirkstoffen von Propolis

Die Propolis – Wirkstoffe (Blumen-Flavonoide, Vitamine A, B1, B2, B7, E, C, H, P, D, Nano-Partikel von Eisen, Mangan, Cobalt, Zink, Antioxidantien, Enzyme, Folsäure und Mineralien), die in der optimalen Anwendung als reinstes Elexier kolloidal in 90%igem Alkohol gelöst sind, entfalten ihre volle, ans Wunderbare grenzende Kraft, wenn es um die straffende und tiefenreinigende Regeneration von Hautzellgewebe geht. Eine dreimonatige Propolis-Kur wirkt wie ein Jungbrunnen für den gesamten Organismus. Die Bio-Energie der Propolis Wirkstoffe strömt sowohl von innen (bei der regelmäßigen, tropfenweisen Einnahme von in Quell-Wasser gelöstem reinen Propolis) als auch von außen im Anschluss an die Applikation von Propolis Cremes und – Gesichtsmasken.

 
! Literf-Flaschen mit Propolis Elexier

 

Definitionen und Grundlagen der Nanotechnologie – der Lotus-Effekt

 

“The principles of physics, as far as I can see, do not speak against the possibility of maneuvering things atom by atom” (Feynman 1960).

Nanotechnologie ist die anwendungsorientierte, auf Nanostrukturtechnik (gezielte Manipulation nanoskaliger Systeme) abzielende Wissenschaft von anomalen Effekten, die an makroskopisch vertrauten Naturstoffen auftreten. Verfahrenstechnisch gewendet, sind Prozesse gemeint, die sich auf 7-9fach geringere Größenordnungen beziehen als die normalen (standardmäßigen). Nanopartikel sind kolloidale Mikro-Systeme von wenigen bis einigen tausend Atomen, deren Extension zwischen 1 bis 100 Nanometern ausschwingt (in der Größe vergleichbar: z.B. DNA-Ketten-Moleküle und Viren bestehend aus Nukleinsäurefaden und Eiweißhülle). Sie lassen sich drei Oberkategorien zuordnen: Metalloxide, Kohlenstoff-Nanoröhren sowie organisch modifizierte Schichtsilikate (so genannte Nanoclays). Die Kleinstoffe sind Gegenstand verschiedener Disziplinen, vor allem der Physik, der Chemie und der Biologie. Der wissenschaftliche Zugang zur Nano-Welt erfordert eine interdisziplinäre Methodik. Technisch können Nanoteilchen heute durch Mahlen (top-down) oder bottom-up durch Synthese oder Niederschlag erzeugt werden. Die planmäßige Herstellung von Materialien durch chemische Synthese (z.B. Sol-Gel-Prozess oder sonochemische Kavitation) nennt man chemische Nanotechnologie. Die Nanostrukturtechnik ist heute aber auch imstande, Atom- bzw. Molekülaggregate zu größeren Systemen (Bottom-Up-Strategie) teils durch Nutzung von Prinzipien der Selbstorganisation aufzubauen, teils durch Schaffung organisch/anorganischer Grenzflächen, teils durch die selektive chemische oder physikalische Kopplung von Molekülsystemen an eigens präparierte Oberflächen. Im Vergleich zum makroskopischen Ausgangsmaterial offenbaren Nanopartikel andersartige mechanische, optische, elektrische und magnetische Eigenschaften. Die Reduktion der Elektronen-Volatilität innerhalb der Kleinräumigkeit in einer, zwei oder allen drei Dimensionen zeitigt zudem den so genannten „Quantum Size Effect“, d.h. von der Größe der Quantenwellen-Struktur abhängige Energie-Quanten-Sprünge. Mittels gezielter Variation der Teilchengröße können deshalb neue Materialeigenschaften generiert werden. Der im Verlaufe des 21. Jahrhunderts womöglich zu erreichende Grenzwert dieser Entwicklung wäre die vollständige atomare und molekulare Kontrolle großmaßtsäblicher Produkteigenschaften. Das würde dann eine epochale Revolution des Waren- und Arbeitsmarktes bedeuten.

Nano Struktur eines Eichenblattes

Das Lotus-Prinzip in der Botanik
Der Lotus-Effekt auf dem Pflanzenblatt läßt das Wasser perlen. Das Blatt bleibt unter dem Wasser vom Wasser unbefeuchtet.

Die am längsten bekannte, auf Nano-Oberflächen-Strukturen beruhende Natur-Erscheinung ist der inzwischen weltberühmt gewordene Lotus-Effekt, man könnte auch vom Lotus-Paradoxon sprechen. Der Lotus ist ein uraltes Symbol, das insbesondere in den verschiedenen Traditionen der Mystik immer wieder aufgegriffen wurde. Obwohl häufig in Sumpfgebieten vorkommend, steht der Lotus für Reinheit. So bot er den Mystikern ein anschauliches Vorbild für die von ihnen erstrebte Existenz-Möglichkeit, inmitten der selbstentfremdenden Zerstreuungen und Verfänglichkeiten des handelnden Daseins die reine und freie Einheit des Selbst zu bewahren. Dem Lotus eignet ein Schutz vor dem Eindringen von Flüssigkeit und darin gelöstem Schmutz. Wir wissen heute, dass auch viele andere Pflanzenblätter (genauer gesagt: bei ca. 300 Pflanzenarten ist das der Fall) über einen ähnlichen Schutz verfügen. Mit systematischer Geometrie positionierte hydrophobe Wachskristalle in Nanometergröße bilden hier dreidimensionale Strukturen, die unter dem Rasterelekronenmikroskop so ähnlich aussehen wie die Noppen von Fußballschuhen.

Wie kommt so etwas zustande? Steckt darin ein Bestand, der nur darauf wartet, technologisch bestellt zu werden? Die letzte Frage ist seit den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts positiv beschieden. Seit dieser Zeit hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es zwischen der sehr fremdartigen, überwiegend völlig unanschaulichen Flimmer-Welt der Atome mit ihren Protonen, Neutronen, Elektronen, Quarks, Photonen, Positronen etc. und der Makrowelt der ins Dreidimensionale des Raumes eingebetteten Oberflächen eine mittlere Zone (einen Übergangsbereich) gibt, eine Welt von nurmehr elektronenmikroskopisch zugänglichen Formationen und Strukturen im Nanometer-Bereich (1–100 nm, entsprechend 10 hoch 3 bis 10 hoch 9 Atomen pro Teilchen, wobei 1 nm = 1 Millionstel Millimeter), von der bedeutsame Eigenschaften der Oberflächen abhängen. In diesem Übergangsbereich von der Kontinuumsphysik zur Quantenphysik zeigen sich neue, allerdings vielfach noch unerforschte physikalische Wechselwirkungsformen. Und es sieht so aus, als hätten wir hier zugleich auch den Übergangsbereich vom Anorganischen zum Organischen vor uns. Jedenfalls gilt in der Nanowelt prinzipiell: Quantität (kleinmaßstäbliche Größe) bedingt Qualität, mit anderen Worten: die Eigenschaften eines Materials sind eine Funktion seiner Nano-Partikelgröße. Partikel im Nanomaßstab verhalten sich anders als Makropartikel. Sie lagern sich in abweichenden Strukturen und haben eine hohe spezifische Oberfläche – zum Partikeldurchmesser umgekehrt proportional.

Nanoversiegelung von Oberflächen

 

Mit anderen Worten: Der prozentuale Anteil der reaktiven Atome eines Nanopartikels an der Partikeloberfläche ist weitaus größer als das bei Markropartikeln der Fall ist. Da Masse und Energie äquivalent sind, heißt das zugleich: Nanopartikel haben eine gesteigerte Oberflächenenergie im Verhältnis zur Gesamtenergie, was ihre thermodynamische Bilanz (Schmelzpunkt, elektrischer Widerstand etc.) entscheidend beeinflußt. Bei Arzneimitteln z.B. kann durch solche Vergrößerung der Partikeloberfläche das Lösungstempo und damit einhergehend die Wirkgeschwindigkeit der Stoffe enorm erhöht werden. Weil Nanopartikel kleiner sind als Viren und Bakterien, haben sie ungehinderten Zugang in Zellen. Sie eignen sich daher für den Transport von „Wirkstoffen“ über biologische Barrieren wie beispielsweise die Blut-Hirn-Schranke. Nanoverkapselte Wirkstoffe (Vitamine und Enzyme) können auch im Bereich der Kosmetik vielfältig zum Einsatz kommen, vor allem wenn es darum geht, die Verfassung der Haut zu verbessern. Ebenso erfüllen aus Nanokompositen bestehende Versiegelungen heute schon bei sehr vielen Gebrauchsgegenständen eine nachhaltige Schutzfunktion. Die Nanoversiegelung von Oberflächen hat die Bildung einer Antihaft- und/oder “easy to clean”-Schicht zur Folge, die dem natürlichen Lotuseffekt analog ist. Anwendungen solcher Nano-Versiegelungen gehören heute nicht nur im Automobilbereich zum Usus, sondern auch die Oberflächen von Segeljachten und Motorbooten, Küchen, Bädern sowie Häuserfassaden werden zunehmend in dieser Weise präpariert und geschützt.

Wasser und Nanotechnologie

 

Wasser im KunstwerkDas erste Umdenken, das im Zusammenhang des Lotus-Effektes erfordert wird, knüpft sich an die Einsicht, dass es nicht die Glätte ist, die eine Oberfläche imprägniert. Vielmehr ist es gerade eine gewisse kristalline Rauhigkeit, die das Wasser sich zu runden Tropfen zusammenziehen läßt. Unter optischen Gesichtspunkten betrachtet, fällt eine eigentümliche Nähe zur Holographie auf. Eine dreidimensionale Struktur ist in eine zweidimensionale Ebene eingelagert. Augenscheinlich kommt dem Wasser eine Schlüsselbedeutung für die Nanotechnologie zu, die sich von daher die Physik der Flüssigkeiten inkorporiert. In einem Glas Wasser vorhandene Nanopartikel können mit einem Laserstrahl sichtbar gemacht und anhand der Lichtstreuung auch in Hinsicht auf Gestalt und Größe gemessen werden. Lipophile Kohlenstoff Nanopartikel auf einem Glasplättchen lassen durch ihre Struktur Wasser perlen. Sofern das Glasplättchen warm ist, rotieren die Wassertröpfchen und absorbieren dabei Kohlenstoff-Teilchen.

Nanopartikel vom Gold in Kirchenfenstern des Mittelalters
Schon die mittelalterlichen Baumeister der gotischen Kathedralen scheinen etwas von den Nano-Strukturen gewußt zu haben. Wie sich unlängst zeigte, mischten sie dem Glas der Kirchenfenster Nano-Gold-Partikel bei und erzielten damit die einzigartigen Leuchteffekte, die wir noch heute wahrnehmen und bewundern können. Woher kam das Know how der Herstellung solcher Partikel? Wir wissen es nicht. Aber vielleicht ist die Vermutung einer Querverbindung zu den Traditionen der Alchemie nicht allzu kühn. Jedenfalls ist das Thema “neue Materialien”, das uns heute im Zusammenhang nit der Nanotechnologie so intensiv beschäftigt, ursprünglich in diesen Traditionen vorkonzipiert. Die Homeopathie schloss sich hier an. Sie entwickelte Wissen vom Wasser, das wir erst heute einzuholen beginnen. Das Wasser ist sozusagen das Nano-Phänomen par excellence. Seine chemische Formel H(2)O bleibt abstrakt im Vergleich zu der nanostrukturellen Variantenvielfalt, in der es konkret in Erscheinung tritt. Inzwischen kann die Hydrologie an Wasservorkommen zwischen unterschiedlichen Formationen von 2 bis 250 Molekülen unterscheiden. Besonders zur Epitaxie, zur Übertragung von strukturellen Informationen über Materialgrenzen hinweg ist das Wasser in besonderem Maße befähigt. Diese Eignung wurde zunächst in der Homeopathie mit der Metapher des Wassergedächtnisses anvisiert.

 

Als Gegenstand der Nanotechnologie erscheint das Wasser, wenn es darum geht, die heute extrem angewachsenen Probleme der Sicherung des weltweiten Wasserpotentials zu bewältigen. In diesem Zusammenhang dürfte die Bearbeitung folgender Themen im Vordergrund stehen:

Die nachhaltige Versorgung der Weltbevölkerung mit sauberem Trink- und Nutzwasser.

Die Reinigung verschmutzter Gewässer.

Die Einschränkung der Übernutzung von Wasserressourcen.

 

Die Nanotechnologie kann hier entscheidende Beiträge leisten, indem sie neue Verfahren der Abwasser-Reinigung und -Aufbereitung zur Verfügung stellt sowie die Wasserdiagnostik verbessern hilft. So könnte sie in Form stabiler Nano-Emulsionen Ersatz schaffen für die Funktionalisierung des Wassers als Lösungsmittel. Sodann könnten bei der Abwasserbehandlung, der Desinfektion und der Meerwasser-Entsalzung Nano-Filter eingesetzt werden. Magnetische Nano-Partikel können der Beseitigung von Schadstoffen (z.B. durch Adsorption von Arsenverbindungen mit anschließender magnetischer Separation) dienen, Nano-Sensoren einer verbesserten Wasseranalytik. Überhaupt stellt sich durch die Steigerung des Einsatzes von nanostrukturierten Beschichtungen ein enormes Einsparpotential in Bezug auf Reinigungsmittel dar.

Weitere Perspektiven der Nanotechnologie

 

Unsichtbare Nano-Partikel können ferner auch zur Leitung von Elektrizität eingesetzt werden. Es besteht gute Aussicht, dass so preiswertere, leichtere und flexiblere Ausgangsstoffe für elektronische Bauteile in Alltagsgegenständen gewonnen werden können. Schon sind Durchbrüche bei Versuchen geglückt, solche Bauteile aus mit Eisennitrat bedrucktem Papier zu gewinnen, wobei normale Tintenstrahldrucker zum Einsatz kamen. Ferner lassen sich Licht emittierende Dioden (LED) basierend auf der Einbettung von Nanokristallen in eine Glasmatrix herstellen. In Farben und Lacken erfüllen Nanomaterialien teils ästhetische Anforderungen (z.B. Farbe und Glanz), teils funktionale Zwecke (z.B. Leitfähigkeit, zur Inaktivierung von Mikroorganismen), teils dienen sie der Verbesserung des integrierten Schutzes (z.B. Kratzfestigkeit, UV-Stabilität) von Farben und Lacken. Nanoskalige Metalloxide, wie z. B. TiO2 und ZnO oder Aluminiumoxid, Ceroxid und Siliciumdioxid und Nano-Pigmente finden Anwendung in neuen Farben und Beschichtungsformulierungen. Nano-Partikel ermöglichen es, extrem harte und kratzfeste Schichten, Materialien mit neuen Eigenschaften wie z.B. niedrig sinternde Keramiken, amorphe (durchsichtige) Metalle, Materialien mit hoher Bruchfestigkeit und -zähigkeit bei niedriger Temperatur oder Superplastizität bei hoher Temperatur herzustellen.

Man kann heute sagen: “Nano” bezeichnet eine Dimension der Materie, von der noch viele Überraschungen zu erwarten sind, und zwar gerade dann, wenn es gelingt, ihre technologische Bewältigung noch nachhaltiger zu sichern und zu steigern. Unter dieser Voraussetzung bestehen beste Aussichten, Produkteigenschaften in den Bereichen: Energietechnik (Brennstoffzellen, Batterien, Solarzellen, Gasspeicher, etc. ), Umwelttechnik (Materialkreisläufe, Entsorgung, Reinigung, etc. ) und Informationstechnik (hochdichte Speicher, leistungsfähige Prozessoren, etc. ) dauerhaft im Sinne von wesentlicher Verbesserung zu verändern und darin gerade auch eine größere Nähe zur Natur zu gewinnen, deren Geheimnis wir in diesem Bereich ein gutes Stück weit näherkommen.
Das entscheidende Stichwort heißt hier “Selbstorganisation der chemischen Bindungen”. Gemeint ist damit, dass sich komplexe Molekularstrukturen unter entsprechenden Kontextbedingungen quasi von selbst erzeugen. Dieses Phänomen läßt sich nicht mehr auf dem herkömmlichen Wege der Analyse der Materie in kleine und immer kleinere Teilchen verstehen, sondern es erfordert eine andere Blickrichtung, nämlich die aufs Komplexe, man kann auch sagen: die Blickrichtung auf Bezüge. Die Beziehungsgeflechte der Elementarteilchen sind es, die Eigenschaften ausbilden, die sich nicht auf die Eigenschaften und Merkmale der letzteren (der Teilchen selbst) reduzieren lassen und demzufolge eine nichtreduktive Art wissenschaftlichen Vorgehens nezessitieren. Es ist das jeweilige Komplexitätsniveau solcher Beziehungsgeflechte, das für das Hervortreten, die Emergenz neuer Eigenschaften des jeweiligen Materials verantwortlich zeichnet. “Emergenz” besagt in diesem Zusammenhang, dass eine hinreichend große Menge von Elementarteilchen aufgrund der Komplexität ihrer wechselseitigen Bezüge sich zu seinem System fügt, das sein Verhalten selbst organisert. Dabei werden ersichtlich Regeln, “Organisationsprinzipien” befolgt, die womöglich auch für die Entstehung des Lebens fundamental sind. Die Explikation dieser Regeln verheißt eine ganz neuartige Lektüre des “Buchs der Natur”.

 

Magnetische Inkjet-Tinte

 

Magnetisierte TinteDie magnetische Tinte reiht sich in die zuvor skizzierte Anwendungskette von materialspezifischen Nano-Formationen ein. In der wasserbasierenden Tinte sind metallische Nanopartikel dispergiert, die mit Carbon Pigment Black 7 beschichtet wurden. Es handelt sich bei ihr um eine Flüssigkeit, die aufgrund der Nano-Strukturen ihrer kristallinen Kolloidteilchen zu externen Magnetfeldern affin ist. Bringt man sie in ein Magnetfeld, werden die Nano-Partikel magnetisiert und folgen mit dem gesamten Fluid der durch das Magnetfeld induzierten Orientierung. Dabei ändert die Flüssigkeit ihre “Geometrie”, man kann auch sagen: sie organisiert sich neu, indem sie dreidimensionale spitze Kegel hervortreten (emergieren) läßt (Superparamagnetismus). Außerhalb von externen Magnetfeldern befinden sich die Nano-Partikel in einem kolloidal dispersen Schwebezustand, der aus der Balance zweier gegenläufiger Tendenzen resultiert: der ins Ungleichmäßige drängenden Wärmebewegung und der durchschnittlich (statistisch) aufs Absinken geeichten Brownschen Gravitationsbewegung. Die Flüssigkeit bleibt auch in diesem Zustand aufgrund relativ geringer magnetischer Wechselwirkung benachbarter Nanopartikel und weil der Partikeldurchmesser von der gleichen Größenordnung wie ein Weißscher Bezirk ist, insgesamt homogen (wegen der konstanten Ausrichtung der Weißschen Bezirke relativ große Koerzitivfeldstärke, die allerdings erst nach Abkühlung unter den Gefrierpunkt meßbar wird), d.h. sie bewahrt das ferromagnetische Potential, das dann freilich erst in Wirkung tritt, wenn ein externes Magnetfeld anliegt.

 

Diese magnetische Tinte eignet sich für alle Anwendungen, in denen es auf eine zugleich sehr genaue und sehr schnelle Maschinenlesbarkeit ankommt. Auch wo es um den Empfang von Signalen durch lichtopake Medien geht, verbürgt ihr Einsatz den gewünschten Erfolg.
Zudem eröffnen sich Möglichkeiten, wie erste Studien zeigen, für vielfältige sicherheitstechnische Anwendungen. Produktpiraterie ist nach wie vor ein schwerwiegendes Problem. Aber auch für andere Bedrohungspotenziale bietet der Einsatz magnetischer Tinte die Chance zu erheblich verbesserter Gefahrenabwehr.
Anwendungen im medizinischen Bereich sind ebenfalls gut denkbar, z. B. auf bioanalytischen und diagnostischen Feldern. Darüber hinaus läßt sich ein Einsatz in vivo vorstellen, z.B. wenn es um injizierbare Kontrastmittel, Radionuklid-Carrier oder Wirkstoffdepots geht.
Insofern Ferrofluide grundsätzlich stabile kolloidale Suspensionen von magnetischen Partikeln von ungefähr 10-50 nm (Magnetit, Eisen, etc.) sind, fein dispergiert in einer Trägerflüssigkeit, die magnetische Eigenschaften mit dem Charakter von Flüssigkeit kombiniert, können sie auch für Magnetfeld gesteuerte Dichtungen im Maschinenbau verwendet werden. Weiterhin werden Ferrofluide in speziellen Audio- und Sensorprodukten eingesetzt. Die „LiquidAudio ferrofluids“ kommen in Speziallautsprechern zur Anwendung.
Was die Herstellung der magnetischen Tinte im Blick auf Inkjets angeht, so müssen dabei die überaus strengen Anforderungen und Normen der Drucker-Hersteller bezüglich der Partikelgrößenverteilung erfüllt werden. Das Erreichen einer absolut uniformen Partikelgröße bei der Reduktion ist unbedingt nötig, um Ausreißer, die Verstopfungen bewirken, zu verhindern und zudem sicherzustellen, dass die Tinte auch schnell trocknet.